Immobilien Privatverkauf

Rich­tige und fal­sche Ver­kaufs­me­tho­den für den Im­mo­bi­lien Pri­vat­ver­kauf – und kleine Hin­weise, die Ih­ren Ver­kaufs­er­lös er­hö­hen

Wet­ten, Sie wol­len Ihre Im­mo­bi­lie pri­vat ver­kau­fen und ga­ben bei Google Im­mo­bi­lien Pri­vat­ver­kauf ein, um sich nach wich­ti­gen In­for­ma­tio­nen um­zu­schauen?!

Neh­men wir ein­mal an, mit die­ser Ver­mu­tung wurde voll ins Schwarze ge­trof­fen, dann liegt es nahe, dass Ih­nen ein Mak­ler so­wieso nicht ins Haus kommt. Wenn das so ist, ha­ben Sie vor, Ihr Haus oder Ihre Ei­gen­tums­woh­nung pro­vi­si­ons­frei, also von pri­vat an pri­vat und ohne Mak­ler zu ver­kau­fen. Sie wol­len ein­fach kei­nem Mak­ler das Geld in den Ra­chen schie­ben. Rich­tig? Sie zie­hen es vor, sich sel­ber et­was an­zu­stren­gen, dem Mak­ler den Job ab­zu­neh­men und sich lie­ber die ge­sparte Mak­ler­cour­tage mit Ih­rem Haus­käu­fer zu tei­len. Das ver­setzt Sie in die Lage, ein biss­chen mehr auf den Ver­kaufs­preis drauf­zu­le­gen und im Ge­gen­zug muss Ihr Käu­fer am Ende nicht die di­cke Mak­ler­rech­nung be­zah­len. Gu­ter Ge­danke – gu­ter Deal! Und im Prin­zip völ­lig rich­tig.

Und neh­men wir wei­ter ein­mal an, es gibt eine Mak­le­rin, die gra­tis so viele wich­tige In­for­ma­tio­nen her­aus­gibt, so dass Sie da­mit weit­aus bes­ser ver­kau­fen, als wenn Sie diese wich­ti­gen In­for­ma­tio­nen nicht hät­ten. Würde Sie das zum Wei­ter­le­sen ver­lei­ten? Dann le­sen Sie ein­fach mehr in mei­nen „11 Gol­de­nen Mak­ler­re­geln“.

Aus der Fülle an wich­ti­gen In­for­ma­tio­nen (Tipps, Tricks, eben das Experten-Know-How) habe ich des­halb für Sie die wich­tigs­ten Bau­steine her­aus­ge­fil­tert, wo­mit Sie in der Lage sein wer­den, Ihr Ob­jekt ebenso gut sel­ber zu ver­kau­fen, näm­lich so, als wenn Sie der Mak­ler in Per­son wä­ren (na, nicht ganz, aber so et­was wie ein Aus­hilfs­mak­ler – Sie müs­sen ja nur für Ihr ei­ge­nes Ob­jekt Be­scheid wis­sen und wol­len kein Anlage-Objekt mit 16 Ei­gen­tums­woh­nun­gen ver­äu­ßern).

Für diese folgenden vier Bausteine plaudert die Maklerin aus ihrem Nähkästchen zum Thema Immobilien Privatverkauf:

a) Wert­ermitt­lung, b) Be­sich­ti­gungs­durch­füh­rung, c) Preis­ver­hand­lung, d) noch­ma­lige Be­sich­ti­gung nach dem Vor­ver­trag

Zu a)

Ein klei­ner Feh­ler, der ei­nen Haus­ver­käu­fer 75.000 € ge­kos­tet hätte.

Wie je­der pri­vate Haus­ver­käu­fer möch­ten auch Sie wis­sen, wie der Wert Ih­rer Im­mo­bi­lie am bes­ten zu er­mit­teln ist. Hier zwei von sie­ben Be­rech­nungs­for­meln (alle voll­stän­dig er­hal­ten Sie in den „11 Gol­de­nen Mak­ler­re­geln“), wie wir sie an­wen­den:

Sie ken­nen den Preis, den Sie im An­schaf­fungs­jahr be­zahl­ten. Der Wert Ih­rer Im­mo­bi­lie steigt zwi­schen 1,5 % – ca. 4 % und mehr pro Jahr. Ein klei­nes Bei­spiel: An­schaf­fungs­preis im Jahre 2007: 200.000 €. Der Wert­zu­wachs in wirt­schaft­lich gu­ten Zei­ten, je nach Lage und Be­schaf­fen­heit Ih­res Ob­jek­tes kann durch­aus 4 % be­tra­gen. Be­zo­gen auf die 7 Jahre macht das ein Plus von 28 %. In Euro = 56.000. 200.000 € plus 56.000 € = 256.000 € Ver­kehrs­wert. Hier dür­fen Sie 10 % Ver­hand­lungs­spiel­raum da­zu­rech­nen und kom­men auf die Summe von 281.6000 €. Wenn Sie nun mit 284.000 € an den Markt ge­hen und letzt­end­lich für 275.000 € ver­kau­fen, wer­den Sie wahr­lich ein gu­tes Ge­schäft ge­macht ha­ben.

Die Ge­gen­rech­nung ma­chen Sie auf, in­dem Sie her­aus­fin­den (bei Ih­rer Ge­meinde die Zah­len für ver­kaufte Ver­gleichs­ob­jekte er­fra­gen, Markt­be­ob­ach­tung, Im­mo­bi­li­en­zei­tun­gen), wie hoch der­zeit die m²-Preise sind.

Wie­der ein Bei­spiel: Ihr Ob­jekt hat 150 m², für den m² Wohn­raum wer­den 2.000 € ge­zahlt, er­gibt die Summe von 300.000 €. Um sich treff­si­che­rer Ih­rem Ver­kaufs­preis an­zu­nä­hern, ad­die­ren Sie zu den 300.000 € die oben er­mit­tel­ten 256.000 € hinzu, di­vi­die­ren durch 2 und er­hal­ten die Summe von 278.000 €. Aus die­ser Zahl er­se­hen Sie, dass Sie mit der oben er­mit­tel­ten Zahl von 284.000 €, mit der Sie Ihr Ob­jekt an­bie­ten wol­len, in etwa rich­tig la­gen. Na­tür­lich lie­ßen sich diese zwei Be­rech­nungs­bei­spiele ma­the­ma­tisch hoch­wis­sen­schaft­lich rich­tig auf­p­lus­tern, wie in vie­len Rat­ge­ber­bü­chern dar­ge­stellt, wä­ren dann aber nach un­se­rer Mei­nung für den Im­mo­bi­lien Pri­vat­ver­kauf nicht wirk­lich ziel­füh­rend.   Immobilien Privatverkauf

Im In­ter­net fin­den Sie zu so ziem­lich al­len The­men des Le­bens Aus­künfte und In­for­ma­tio­nen. Die Kunst ist es, her­aus­zu­fin­den, ob die Internet-Recherche auch der Rea­li­tät stand­hält. Des­halb tes­te­ten wir mit un­se­rem Team eine an­ge­bo­tene Online-Immobilien-Wertermittlung. Da­für ga­ben wir die Daten ei­nes ak­tu­ell frisch ver­kauf­ten Ob­jek­tes ein, siehe Im­mo­bi­li­en­be­wer­tung On­line. Das Er­geb­nis, das die Online-Wertermittlung „aus­spuckte“, löste Ent­set­zen aus. Wäre der echte Haus­ver­käu­fer, des­sen Ob­jekt­da­ten wir ver­wen­de­ten, nicht zu uns ge­kom­men mit dem Auf­trag, sein Haus zu ver­kau­fen, son­dern hätte er dem Er­geb­nis der Online-Bewertung Glau­ben ge­schenkt, hätte er den Ver­lust von sage und schreibe von 75.000 € bei sei­nem Im­mo­bi­lien Pri­vat­ver­kauf ver­zeich­nen müs­sen.

Un­sere Emp­feh­lung: Wenn Sie schon mei­nen, un­be­dingt mal 29,90 € für so eine Online-Bewertung aus­ge­ben zu müs­sen, dann tun Sie dies bitte hin­ter­her, also nach dem Ver­kauf. So ge­hen Sie nicht vor dem Ver­kauf von fal­schen An­nah­men aus, wo­mit Sie sich so rich­ti­gen fi­nan­zi­el­len Scha­den zu­fü­gen kön­nen.

Zu b)

Be­vor Sie die Be­sich­ti­gungs­durch­füh­rung be­gin­nen, ist es selbst­ver­ständ­lich, alle ob­jekt­re­le­van­ten Un­ter­la­gen und Daten zu­sam­men­ge­tra­gen zu ha­ben. Was pas­siert, wenn ei­ner der ers­ten Be­sich­ti­ger kau­fen will, Sie aber noch z. B. den Erb­schein be­sor­gen müs­sen? Bis Sie den wirk­lich bei­ge­bracht ha­ben, kann Ih­rem In­ter­es­sen­ten ein noch bes­se­res An­ge­bot ge­macht wor­den sein – und weg ist er, Ihr hei­ßer In­ter­es­sent! Das ist nicht nur är­ger­lich, son­dern auch so rich­tig frus­trie­rend. Wäh­rend der Be­sich­ti­gun­gen müs­sen Sie sich zu­rück­hal­ten, falls Sie eher das Betriebsnudel-Naturell be­sit­zen. Ih­ren Kauf­in­ter­es­sen­ten in­ter­es­siert nicht, welch tolle „letzte run­ning gags“ Sie drauf ha­ben, son­dern nur, wie er sich in Ih­rer Im­mo­bi­lie zu Hause füh­len wird. Immobilien PrivatverkaufEin wich­ti­ger zu­sätz­li­cher Tipp: Für den Ab­lauf wäh­rend der ge­sam­ten Ver­kaufs­phase dür­fen Sie kei­nen Ur­laub pla­nen, auch kei­nen Kurz-Trip. Stel­len Sie sich vor, Sie wol­len am kom­men­den Wo­chen­ende ver­rei­sen und plötz­lich steht der Käu­fer vor Ih­nen…! Tre­ten Sie Ihre Reise den­noch an, wer­den Sie se­hen, ob das eine gute Idee war, wenn Ihr Käu­fer ein an­de­res Ob­jekt er­warb.

Zu c)

Wenn wäh­rend der Be­sich­ti­gung Ihre Kauf­in­ter­es­sen­ten den ma­gi­schen Satz „Wir wol­len Ihr Haus kau­fen“

Immobilien Privatverkaufaus­spre­chen, stel­len Sie sich blitz­schnell dar­auf ein, dass Ih­nen die Preis­ver­hand­lung un­mit­tel­bar be­vor­steht. Neh­men Sie vom obi­gen Be­rech­nungs­bei­spiel den Ver­kaufs­preis von 284.000 €. Wenn Ihr Kauf­in­ter­es­sent Ih­nen 270.000 € bie­tet, pro­bie­ren Sie mit ganz viel Fin­ger­spit­zen­ge­fühl aus, ob er als Ge­gen­ge­bot bei 280.000 € noch da­bei­bleibt. War­ten Sie seine Äu­ße­rung in Ruhe ab, re­den nicht, las­sen ihn kom­men, denn jetzt ist er am Zuge. Nennt er jetzt die Zahl von 275.000 €, könn­ten Sie ei­nen letz­ten Ver­such mit 278.000 € star­ten, dann aber soll­ten Sie vor­sich­tig sein und den Bo­gen nicht über­span­nen. Ha­ben Sie vor Au­gen, um bei un­se­rem Bei­spiel zu blei­ben, dass der Ver­kehrs­wert bei 256.000 € liegt. Und jetzt good luck! Wei­tere Tak­ti­ken fin­den Sie in mei­nen „11 Gol­de­nen Mak­ler­re­geln“.

zu d)

Will Ihr Kauf­in­ter­es­sent nach der Prei­s­ei­ni­gung und der Ein­ho­lung des Notar­ter­mins noch ein­mal be­sich­ti­gen, be­han­deln Sie das bitte „un­ter Vor­be­halt“. Weil er nicht vor hat, wie Ih­nen klar sein dürfte, Ih­nen nach­träg­lich ei­nen hö­he­ren Preis zu bie­ten, wis­sen Sie, dass Sie auf der Hut sein müs­sen. Wenn Sie schon nichts ge­gen den ei­nen oder an­de­ren Re­no­vie­rungs­stau ma­chen kön­nen, was er evtl. jetzt be­män­geln könnte, so kön­nen Sie aber zu­min­dest die zwei Dinge zu Ih­rem Schutze tun: Zeit­ver­knap­pung! Und „Schwei­gen ist Gold!“ (echte Män­gel na­tür­lich nicht ver­schwei­gen) Das be­deu­tet, Sie ha­ben grund­sätz­lich nur eine halbe Stunde Zeit (Arzt­ter­min für die Kin­der, El­tern­sprech­tag o. ä.) und hal­ten sich auch jetzt dis­zi­pli­niert mit un­nö­ti­gem Re­den zu­rück.

Fa­zit:

Auch wenn Ihr Im­mo­bi­lien Pri­vat­ver­kauf nicht das Leich­teste ist, was Sie sich vor­ge­nom­men ha­ben, so wer­den Sie ihn mit die­sen Tipps und klei­nen Mak­ler­tricks bes­ser hin­krie­gen, als wenn Sie völ­lig „blau­äuig“ in Ihr Aben­teuer Im­mo­bi­lien Pri­vat­ver­kauf ein­stei­gen. So kön­nen Sie über Haus­ver­käu­fer­pro­bleme la­chen, wenn Sie sich daran hal­ten. Also kre­ieren Sie ei­nen pri­va­ten Haus­ver­kauf, auf den Sie stolz sein kön­nen. In un­se­ren „11 Gol­de­nen Mak­ler­re­geln“ er­fah­ren Sie das kom­plette Mak­ler­wis­sen!

 

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