Immobilien provisionsfrei – Das schmeckt nicht nur dem Käufer eines Objektes, sondern auch dem Verkäufer!

Warum?

Bei pro­vi­si­ons­freien Im­mo­bi­lien han­delt es sich auf den ers­ten Blick um eine ty­pi­sche Win-Win-Situation.

Ob das al­ler­dings im­mer so stimmt, dar­über gibt der fol­gende Ar­ti­kel Auf­klä­rung.

Sie er­fah­ren:

  • Was ver­birgt sich da­hin­ter, wenn Im­mo­bi­lien pro­vi­si­ons­frei an­ge­bo­ten wer­den?
  • Sind der Käu­fer als auch Ver­käu­fer da­mit in je­dem Falle gut be­ra­ten?
  • Ist auch wirk­lich im­mer „pro­vi­si­ons­frei“ drin, wenn „pro­vi­si­ons­frei“ drauf steht?
  • Warum sind die pro­vi­si­ons­frei an­ge­bo­te­nen Im­mo­bi­lien so at­trak­tiv?
  • Be­deu­tet Im­mo­bi­lien pro­vi­si­ons­frei, dass der Mak­ler im­mer au­ßen vor bleibt?
  • Was ist das Übelste vom Bö­sen? Der Nach­weis­mak­ler!

Immobilien Provisionsfrei – Was Sie als Verkäufer vermeiden sollten

Land­läu­fig ver­steht man un­ter Im­mo­bi­lien pro­vi­si­ons­frei: OHNE Mak­ler! Die oben er­wähnte Win-Win-Situation ent­steht des­halb, weil der Käu­fer kein „mak­ler­be­las­te­tes“ Haus er­wirbt und dem­zu­folge die Pro­vi­sion (von im­mer­hin 3 % – 6 % vom Kauf­preis je nach Re­gion) in seine Fi­nan­zie­rung nicht ein­prei­sen muss. So­weit so gut! So sieht der Nor­mal­fall aus. Ist al­les mit rech­ten Din­gen zu­ge­gan­gen, wer­den die be­tei­lig­ten Par­teien an­schlie­ßend den Haus­kauf als auch –ver­kauf mit dem gu­ten Ge­fühl der Zu­frie­den­heit be­trach­ten.

Was aber, wenn die Ver­käu­fer aus Un­kennt­nis über die Markt­si­tua­tion (z. B. junge Er­ben, oder ein Ehe­paar, das den Kopf voll hat von an­de­ren Sor­gen und nun in Schei­dung lebt) den Wert sei­nes Ob­jek­tes so „Pi mal Dau­men“ er­mit­telt und ihre Im­mo­bi­lien pro­vi­si­ons­frei aber weit un­ter dem Ver­kehrs­wert ver­kau­fen, vom Markt­wert wol­len wir hier gar nicht erst spre­chen…? Wün­schen wir ih­nen, dass sie nie da­hin­ter­kom­men mö­gen, wie­viel Geld sie ver­schenk­ten. Mit dem Mak­ler­ex­per­ten wäre ih­nen das nicht pas­siert. Kin­der­leicht kön­nen auch Sie das mit mei­nen „11 Gol­de­nen Mak­ler­re­geln“ er­ler­nen.

Im an­de­ren Fall, den ich Ih­nen schil­dere, wollte der sog. „Neun­mal­kluge“ mal al­len rich­tig zei­gen, was er drauf hat! Er bot sein Ob­jekt un­ter Im­mo­bi­lien pro­vi­si­ons­frei an, setzte aber ei­nen weit über­zo­ge­nen Ver­kaufs­preis an, mit den Wor­ten „je­den Mor­gen steht ein Dum­mer auf…“! Ken­nen Sie das?

Die­ser Ober­schlaui zog am An­fang für seine pro­vi­si­ons­frei an­ge­bo­tene Im­mo­bi­lie na­tür­lich mäch­tig viele In­ter­es­sen­ten an. Ge­kauft hat kei­ner! Mit den Wor­ten „Für den Preis hät­ten wir aber mehr er­war­tet“ ver­ab­schie­den sie sich schnells­tens.

Drei­mal dür­fen Sie ra­ten, wer am Ende des Spie­les „dumm aus der Wä­sche schaute“! Dass die Im­mo­bi­lie von die­sem „Spe­zia­lis­ten“ zum La­den­hü­ter mu­tierte, lag au­ßer­halb sei­nes Vor­stel­lungs­ver­mö­gens.

Der echte Ex­perte, wenn er denn hin­zu­ge­zo­gen wor­den wäre, rät da­von ab, Im­mo­bi­lien pro­vi­si­ons­frei an­zu­bie­ten, aber „dann haste, was kannste or­dent­lich drauf­zu­pa­cken“. Wet­ten, Sie wis­sen von ei­nem Haus in Ih­rer Um­ge­bung, bei dem ge­nau das pas­siert ist. Neh­men Sie das als mah­nen­des Bei­spiel für Ih­ren ei­ge­nen Haus­ver­kauf.

Immobilien provisionsfrei – Wie Sie den richtigen Verkaufspreis ermitteln

Immobilien provisionsfrei - Kaufpreis

Zu­vor noch ein paar we­nige Worte dazu, wann Im­mo­bi­lien pro­vi­si­ons­frei an­ge­bo­ten wer­den sol­len. Blei­ben Sie mit Ih­rer Preis­ge­stal­tung auf dem Tep­pich. Sie wer­den se­hen, ge­nau das zahlt sich letzt­end­lich aus. Sind Sie je­doch sehr ver­un­si­chert, wol­len Ih­ren Käu­fer nicht übers Ohr hauen, aber un­ter Preis soll Ihr Ei­gen­heim oder Ihre Ei­gen­tums­woh­nung auch nicht weg­ge­hen, dann wäre das der Zeit­punkt, dass Sie sich un­sere 11 Gol­de­nen Mak­ler­re­geln“ an­se­hen. Da­mit kön­nen Sie hieb- und stich­fest Ih­ren Ver­kaufs­preis fest­le­gen und wel­chen Ver­hand­lungs­spiel­raum Sie noch drauf­le­gen soll­ten, er­fah­ren Sie eben­falls darin.

Mit dem von Ih­nen er­mit­tel­ten Ver­kaufs­preis kön­nen Sie nun sou­ve­rän und ent­spannt an den Markt ge­hen. Vor Ban­kern, Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rern und Erb­schafts­fi­nanz­be­am­ten lässt er Sie rich­tig gut be­stehen. Wenn Sie nun Im­mo­bi­lien pro­vi­si­ons­frei an­bie­ten, dann sind sie das auch. Ihr Käu­fer kann si­cher sein, dass nach der no­ta­ri­el­len Be­ur­kun­dung kein Mak­ler kommt und die Hand auf­hält. Dass Sie sich mit den „11 Gol­de­nen Mak­ler­re­geln“ das Ge­heim­wis­sen der Profi-Makler an­ge­eig­net ha­ben, nun, das steht auf ei­nem an­de­ren Blatt Pa­pier – zwin­ker.

Wen­den wir uns nun der Frage zu, ob wir si­cher­ge­hen kön­nen, wenn bei Im­mo­bi­lien pro­vi­si­ons­frei drauf­steht, auch wirk­lich pro­vi­si­ons­frei drin ist, um es ein we­nig sa­lopp aus­zu­drü­cken. Der ge­neigte Le­ser weiß, was ich meine. Dazu ge­hö­ren die bei­den wei­te­ren o. a. Fra­gen, ob der Mak­ler da­mit wirk­lich im­mer au­ßen vor bleibt, sprich, dass es kei­nen Auf­trag für ei­nen Mak­ler gibt. Ge­ne­rell sollte es bei Im­mo­bi­lien pro­vi­si­ons­frei so sein. Sollte… Aber war­ten Sie’s ab… Dem Übels­ten vom Bö­sen wen­den wir uns gleich zu.

Achtung, wenn Sie Immobilien provisionsfrei verkaufen: Hüten Sie sich vor dem Nachweismakler

Zum Ab­schluss die­ses Ar­ti­kels schil­dere ich Ih­nen die hin­ter­häl­tige Ar­beits­weise des Nach­weis­mak­lers – wahr­lich das Übelste vom Bö­sen. Eine Klar­stel­lung vor­ne­weg: Er tut nichts Ge­set­zes­wid­ri­ges. Al­les, was er be­treibt, ist le­gal. Seine Ar­beits­weise geht so (hier nur die Kurz­fas­sung. Für In­ter­es­sierte bitte im Blog die aus­führ­li­che Schil­de­rung le­sen):

Nach­dem der Ver­käu­fer sein Haus in­se­rierte, er­schleicht sich der Nach­weis­mak­ler durch ei­nen ganz nor­ma­len Ter­min beim Haus­ver­käu­fer die be­nö­tig­ten Un­ter­la­gen plus Fo­tos, mit den Wor­ten „Wir ma­chen aber kei­nen Ver­trag. Ich stelle Ihr Ob­jekt nur mei­nen Kun­den vor. Ih­nen ist doch be­stimmt egal, wer kauft. Die Haupt­sa­che ist doch für Sie, dass es weg geht.“

Na klar, denkt der Ver­käu­fer, der im üb­ri­gen nie ei­nen Mak­ler­ver­trag ab­ge­schlos­sen hätte, warum soll er mein Haus nicht sei­nen Kun­den vor­stel­len. Da spricht doch nichts da­ge­gen. Weil ich nichts un­ter­schrie­ben habe, so denkt er wei­ter, kann mir ja nichts pas­sie­ren. Aber weit ge­fehlt lie­ber Haus­ver­käu­fer.

So geht es wei­ter: Der Nach­weis­mak­ler in­se­riert Ihr Haus ganz nor­mal als Mak­ler, es mel­den sich In­ter­es­sen­ten, de­nen hän­digt er ge­gen Un­ter­schrift und Adres­sen­an­gabe Ihre An­schrift aus, sie be­sich­ti­gen Ihr Haus und wol­len kau­fen. Der Nach­weis­mak­ler hat den Käu­fer nach­ge­wie­sen und ist so­mit pro­vi­si­ons­be­rech­tigt. Immobilien provisionsfreiDas sagt der Ge­setz­ge­ber. Hät­ten Sie das ge­dacht? Das böse Er­wa­chen kommt für die Käu­fer nach dem Notar­ter­min, wenn ih­nen eine saf­tige Pro­vi­si­ons­rech­nung ins Haus flat­tert.

Ohne dass Sie als Ver­käu­fer ei­ner Im­mo­bi­lie eine Ah­nung ha­ben, die Sie auch noch pro­vi­si­ons­frei an­ge­bo­ten hat­ten, ha­ben Sie sich eine Laus in den Pelz ge­setzt, wenn Sie ah­nungs­los dem Wolf im Schafs­pelz die Tür ge­öff­net ha­ben. In die­sem Falle stand zwar „pro­vi­si­ons­frei“ drauf, aber „pro­vi­si­ons­frei“ war nicht drin. Wenn Sie alle Kniffe vom Profi-Makler ler­nen wol­len, wie Sie Ihre Im­mo­bi­lien pro­vi­si­ons­frei, sprich OHNE Mak­ler zü­gig und ein­fach zum bes­ten Preis ver­kau­fen, emp­feh­len wir Ih­nen die 11 gol­de­nen Mak­ler­re­geln. Kli­cken Sie hier für mehr In­for­ma­tion.

Wir ken­nen Fälle, in de­nen der Kauf noch wäh­rend der Be­ur­kun­dung ge­stoppt wurde, weil die Käu­fer wäh­rend­des­sen ganz ver­zwei­felt nach­frag­ten, warum sie denn eine Pro­vi­sion zah­len sol­len, die sie sich gar nicht leis­ten könn­ten, die ihre Fi­nan­zie­rung nicht her­gibt. Auf Nach­fra­gen durch den No­tar be­rich­te­ten die Käu­fer von der Pro­vi­si­ons­rech­nung, die sie am Tag vor­her mit der Post be­ka­men. Ein Glück für die Käu­fer, dass der geld­gie­rige Mak­ler sooo gie­rig war, dass er das Ver­sen­den der Rech­nung gar nicht ab­war­ten konnte. Die Käu­fer konn­ten da­durch von ih­rem Kauf­an­sin­nen zu­rück­tre­ten, aber die Ver­käu­fer hat­ten ganz schön mit Zi­tro­nen ge­han­delt.

Sie konn­ten ihre Ver­kaufs­ab­sich­ten noch ein­mal von vorne be­gin­nen.

Fa­zit:

Den­ken Sie doch mal an den FC Bay­ern. Was wäre er ohne Pep Guar­diola? Also ohne den wah­ren Ex­per­ten! Un­ter uns Men­schen gibt es diese All­roun­der, die ein­fach al­les ir­gend­wie hin­krie­gen und da­bei so­gar noch gute Er­geb­nisse er­zie­len.

Das Gros der Masse ist so je­den­falls nicht „ge­strickt“. Oder wie se­hen Sie das, nach­dem Sie den Ar­ti­kel bis zum Ende ge­le­sen ha­ben? Be­zo­gen auf Ih­ren Haus­ver­kauf möchte ich Ih­nen des­halb ans Herz le­gen, dass Sie sich die ehr­li­che Frage stel­len: Bin ich der über­ra­gen­den Auf­gabe ge­wach­sen, Im­mo­bi­lien pro­vi­si­ons­frei und ohne Mak­ler zu ver­kau­fen?

 

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