Privater Hausverkauf wie ein Profi – die 11 Goldenen Maklerregeln – Teil 10/11 Haus verkauft – machen’s möglich

Mak­ler­re­gel Nr. 10 – Haus ver­kauft

Hät­ten Sie’s ge­wusst, ab wann der pri­vate Haus­ver­käu­fer den Kul­mi­na­ti­ons­punkt1) über­schrit­ten hat?

Rich­tig! Nach der no­ta­ri­el­len Be­ur­kun­dung! Das war Ihre Stern­stunde!

Und da­mit sind wir in der Stufe 10 – der vor­letz­ten un­se­rer ins­ge­samt 11 Stu­fen an­ge­kom­men.

Sie ha­ben Ihr Haus ver­kauft, pri­vat und ohne Makler-„Belastung“ und da­mit pro­vi­si­ons­frei an den Mann bzw. an die Frau ge­bracht ha­ben. D. h. der Käu­fer musste keine Pro­vi­sion in sei­nen Kauf­preis (und der Fi­nan­zie­rung) ein­prei­sen. Ein tol­ler Deal! Für beide Sei­ten!

Ohne Profi-Makler, weil Sie selbst der Profi wa­ren – oder bes­ser, im­mer noch sind. Denn noch sind wir nicht ganz am Ende Ih­res Aben­teu­ers. Auch wenn Ihr Haus jetzt „Schwarz auf Weiß“ ver­kauft und die Sa­che da­mit in ziem­lich trock­nen Tü­chern, oder auch die Tinte ge­trock­net ist, so ist sie doch noch nicht 100%ig ab­ge­schlos­sen.

Die zwei wich­tigs­ten Ele­mente beim Haus­ver­kauf:

Was also noch fehlt, sind

Über­gabe und Zah­lungs­ein­gang

ja, denn nach­dem Sie und die Käufer-Partei den Kauf­ver­trag un­ter­schrie­ben ha­ben, in dem der

„Tausch Haus ge­gen Geld“

be­sie­gelt wurde, muss der Tausch nun auch tat­säch­lich statt­fin­den.

Das klingt im ers­ten Mo­ment ganz so, als ob jetzt kein gro­ßer Ein­satz mehr nö­tig wäre, als ob wohl nichts Groß­ar­ti­ges mehr zu ar­bei­ten wäre.

Da­mit ha­ben Sie je­doch nur zum Teil recht:

Denn es wird noch sehr kräf­tig ge­ar­bei­tet – aber nicht mehr von Ih­nen, son­dern von an­de­ren.

Im Hin­ter­grund sind jetzt viele für Sie flei­ßig. Wie die Hein­zel­männ­chen sind sie tä­tig und „fes­ti­gen“ al­les und brin­gen es „ins Reine“, was Sie in den vor­he­ri­gen neun Stu­fen durch Ih­ren tat­kräf­ti­gen und ge­schick­ten Ein­satz auf den Weg ge­bracht ha­ben.

Diese „Hein­zel­männ­chen“ sind Ihr No­tar, die in­vol­vier­ten Ban­ken, die Mit­ar­bei­ter ei­ni­ger Äm­ter und auch Ihr Käu­fer.

Sie alle sind jetzt ziem­lich „busy“, wäh­rend Sie sich ge­nüss­lich zu­rück­leh­nen und das gute Ge­fühl ge­nie­ßen kön­nen, dass man Ih­nen zu­ar­bei­tet, so­dass sehr bald jene Gold­nug­gets, die Sie sich wohl­ver­dient ha­ben, auf Ihr Konto flie­ßen. Ein tol­les Ge­fühl, nicht wahr?

Den­noch dürfte es gut zu wis­sen sein, was sich da nun „hin­ter den Ku­lis­sen“ ab­spielt, um die Über­gabe Ih­res Ob­jekts an den Käu­fer und den Zah­lungs­ein­gang auf Ih­rem Konto schnell und rei­bungs­los von­stat­ten­ge­hen zu las­sen:

Der No­tar be­an­tragt die Vor­mer­kung des Grund­stücks im Grund­buch, wo­durch für je­der­mann er­sicht­lich wird, dass das Grund­stück „re­ser­viert“ ist und nicht von ei­nem an­de­ren No­tar noch­mals ver­äu­ßert wer­den kann.

Die Notariats-Angestellten er­stel­len be­glau­bigte Ab­schrif­ten für Käu­fer und Ver­käu­fer, Ka­tas­ter­amt (hier exis­tiert eine Daten­bank, wel­che die Daten al­ler Im­mo­bi­li­en­ver­käufe zu­sam­men­fasst und so als Ba­sis für die Er­mitt­lung von Ver­kehrs­wert und Durch­schnitts­preis dient), Fi­nanz­amt (es wird dar­auf­hin den Käu­fer auf­for­dern, die Zah­lung der Grund­er­werbs­steuer zu leis­ten), Ban­ken und Ge­meinde.

Das No­ta­riat über­prüft das Grund­buch auf De­tails wie mög­li­cher­weise noch be­stehende Wohn­rechte etc., re­gelt even­tu­ell noch be­stehende Un­stim­mig­kei­ten – und sorgt so letzt­end­lich für ei­nen „rei­nen Tisch“.

Falls Ihr Haus nicht mehr „be­las­tet“, also kom­plett ab­be­zahlt ist, for­dert das No­ta­riat von Ih­rer Bank die Lö­schungs­be­wil­li­gung an.

Ist es noch be­las­tet, so be­steht für das No­ta­riat eine so­ge­nannte Über­wa­chungs­pflicht, wel­che ga­ran­tie­ren soll, dass vom Kauf­preis ge­nau je­ner Be­trag an die Bank ab­ge­führt wird, wel­cher zur Til­gung der Schuld nö­tig ist.

So­bald all jene Dinge ge­klärt und mög­li­che „Hin­der­nisse“ aus dem Weg ge­räumt sind, ist es für den No­tar an der Zeit, dem Käu­fer die Fäl­lig­keit des Kauf­prei­ses mit­zu­tei­len und die Ein­hal­tung je­ner Frist zu über­wa­chen.

Das heißt, so­bald ihm der Ver­käu­fer den Ein­gang des Gel­des be­stä­tigt, reicht er alle nö­ti­gen Un­ter­la­gen ein, um die Ei­gen­tums­um­schrei­bung beim Grund­buch­amt des Amts­ge­richts auf den Weg zu brin­gen.

An­schlie­ßend er­folgt dann auch die Um­schrei­bung im Grund­buch – und die Trans­ak­tion, der pri­vate und pro­vi­si­ons­freie Ver­kauf Ih­res Hau­ses, ist per­fekt.

Da­mit sind in die­ser Stufe 10 all jene vie­len Er­le­di­gun­gen ge­tan und vom Tisch – ohne die es nun mal nicht geht.

Schön, dass end­lich mal Sie nicht „ra­ckern“ muss­ten, son­dern die Hände in den Schoß le­gen konn­ten. Schön auch, dass all dies (wenn über­haupt) für Sie nur mit ge­ring­fü­gi­gen Extra-Kosten ver­bun­den ist – so etwa für even­tu­elle Grund­buch­lö­schun­gen etc.

Mehr zu al­len wich­ti­gen Ein­zel­hei­ten in un­se­rem E-Book „Die 11 Gol­de­nen Mak­ler­re­geln“.

Und da­mit ist nun für Sie auch wirk­lich al­les „Ro­ger“ und „pa­letti“ – und Sie kön­nen sich auf die letzte Stufe freuen, wel­che Sie auf dem Sie­ger­trepp­chen ver­brin­gen wer­den!

Fa­zit zur Stufe 10 und der 10. Gol­de­nen Mak­ler­re­gel:

  • Im We­sent­li­chen die­ser Stufe geht es um die Über­gabe des Ob­jek­tes und den Zah­lungs­ein­gang, d. h. um „Tausch Haus ge­gen Geld“
  • es wird noch kräf­tig ge­ar­bei­tet, aber nicht mehr von Ih­nen, son­dern von an­de­ren
  • viele (für Sie si­cher­lich zum Teil we­nig be­kannte) Be­griffe und Sach­ver­halte schwir­ren Ih­nen um die Oh­ren, aber der No­tar ist der­je­nige, der für al­les zu­stän­dig ist – sehr be­ru­hi­gend

1) Lt. Duden.de/Rechtschreibung: „…Gip­fel­punkt einer…Entwicklung“

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