Behauptung: jeder private Hausverkauf erfolgt in gleicher Weise

Der pri­vate Haus­ver­kauf ei­ner Villa an der Au­ßen­als­ter von Ham­burg oder ei­nes klei­nen Rei­hen­mit­tel­hau­ses in der 1-B-Lage von Trier – alle un­ter­lie­gen den ex­akt glei­chen Ver­kaufs­prin­zi­pien.

Fin­den Sie diese Be­haup­tung et­was pro­vo­kant? Ruft diese Aus­sage Wi­der­stände in Ih­nen her­vor?

Nun – las­sen Sie uns das nä­her be­leuch­ten.

Je­der Haus­ver­kauf durch­läuft ei­nen be­stimm­ten Pro­zess. Da­bei spielt es keine Rolle, ob Sie Ihr Haus pri­vat oder über ei­nen Mak­ler ver­kau­fen. Im Prin­zip un­ter­liegt also je­der Haus­ver­kauf ei­ner Ab­folge von Tä­tig­kei­ten und Ver­an­las­sun­gen. Ein­fach aus­ge­drückt, ei­ner fest­ge­leg­ten An­zahl von ein­zel­nen Stu­fen.

Ge­nau ge­nom­men ver­hält es sich mit dem Ver­kauf ei­nes Hau­ses nicht an­ders, als wenn Sie z. B. ein 5-Gänge-Menü pla­nen und um­set­zen. Viel­leicht fällt es Ih­nen ganz leicht zu über­le­gen, für wie viel Per­so­nen das 5-Gänge-Menü her­ge­stellt wer­den soll und wel­che klei­nen High­lights es ent­hal­ten soll. Es kann sein, dass Sie darin Übung ha­ben, weil Sie die­sen Vor­gang schon häu­fig meis­ter­ten.

Sie brauchen einen Plan!

Die Über­le­gun­gen zum Menü-Ablauf, also die Rei­hen­folge, das Zu­sam­men­stel­len der Ein­kaufs­liste, den Ab­lauf der Spei­sen­zu­be­rei­tung, das Be­rück­sich­ti­gen von Vor­lie­ben Ih­rer Gäste, es gibt un­ter ih­nen Fleisch­es­ser, Ve­ge­ta­rier und Ve­ga­ner, alle und al­les brin­gen Sie un­ter ei­nen Hut.

private HausverkaufEs würde Ih­nen nicht ein­fal­len, ein­fach so drauf los zu wursch­teln. Das Ri­siko der Kri­tik möch­ten Sie ver­mei­den. Ihr lie­be­voll zu­be­rei­te­tes 5-Gänge-Menü soll ihre Gäste zu 100 % zu­frie­den stel­len, und sind wir doch mal ehr­lich, Sie möch­ten doch auch stolz dar­auf sein kön­nen! Da­mit das ge­währ­leis­tet ist, set­zen Sie sich für ge­wöhn­lich hin, ma­chen ei­nen Menü-Plan – und hal­ten sich daran.

Die Schritt-für-Schritt-Umsetzung

Ha­ben Sie schon ein­mal dar­über nach­ge­dacht, dass jede Zu­be­rei­tung ei­nes 5-Gänge-Menüs, um bei un­se­rem Bei­spiel zu blei­ben, ei­ner fes­ten Ab­folge von Ge­dan­ken und Tä­tig­kei­ten un­ter­liegt? Nun, wenn Ih­nen das bis­lang nicht so wirk­lich be­wusst war, kein Pro­blem. Die Haupt­sa­che war doch im­mer, dass Ih­nen al­les ge­lun­gen ist und Sie, ge­nau be­trach­tet, al­les so gut hin­be­kom­men ha­ben, weil Sie mehr oder we­ni­ger die ein­zel­nen Schritte oder auch Stu­fen der Zu­be­rei­tung un­be­wusst durch­ge­führt ha­ben. Ein­zig der Er­folg zählte. Ma­chen Sie also wei­ter so.

Und da­mit sind wir beim Thema Haus­ver­kauf. Wie ein­gangs ge­sagt, durch­läuft auch der Haus­ver­kauf stets ei­nen an­nä­hernd glei­chen Pro­zess oder eine be­stimmte Ab­folge von ein­zel­nen Tä­tig­kei­ten und Stu­fen.

Es gibt al­ler­dings hin und wie­der Aus­nah­men von die­sem Pro­zess. Neh­men wir mal an, Sie er­zäh­len z. B. an Ih­rem Ar­beits­platz ganz bei­läu­fig, dass Sie pla­nen, Ihr Haus zu ver­kau­fen, weil es Ih­nen zu klein ge­wor­den ist. Es könnte durch­aus sein, dass das ei­ner Ih­rer Kol­le­gen mit­be­kommt und er sel­ber ge­rade auf der Su­che nach ei­nem Haus ist.

Glücksfall: der Käufer steht direkt vor Ihnen

Weil er Ihr Ein­fa­mi­li­en­haus kennt und ihm die Art Ih­res Ob­jek­tes schon im­mer ge­fal­len hat, steht – schwupps – der Käu­fer di­rekt vor Ih­nen. Man ei­nigt sich auf den Kauf­preis, den Über­ga­be­zeit­punkt und was zum Bei­spiel im Haus ver­blei­ben soll und so wei­ter und geht ge­mein­sam zum No­tar. Wenn Um­zug, Geld­ein­gang und Ob­jekt­über­gabe ab­ge­wi­ckelt sind, kön­nen Sie sich zu­frie­den zu­rück­leh­nen und sa­gen: das war ein gan­zer Glücks­fall!!

Dass es so geht, ist wirk­lich eine Aus­nahme!

Trotz die­ser Aus­nahme, also we­gen der Ge­schwin­dig­keit und des rei­bungs­lo­sen Ab­lau­fes, un­ter­lag auch die­ser Haus­ver­kauf ei­nem kon­kre­ten Pro­zess. Auch hier wur­den die ers­ten Über­le­gun­gen oder auch Pla­nun­gen ge­trof­fen, der Käu­fer war sehr schnell ge­fun­den, und im Blitz­tempo ging es zum No­tar und die Ob­jekt­über­gabe und der Zah­lungs­ein­gang er­folg­ten rei­bungs­los.

Ei­ner der größ­ten Irr­tü­mer der pri­va­ten Haus­ver­käu­fer ist, zu glau­ben, bei ih­nen ginge es ge­nauso

98 % al­ler Haus­ver­käufe ge­hen an­ders von­stat­ten.

Aus mei­ner 20-jährigen Mak­ler­pra­xis hier meine Er­fah­rung:

So ver­schie­den Men­schen sind, so un­ter­schied­lich ge­stal­tet sich je­der Haus­ver­kauf.

Trotz verschiedener privater Hausverkaufsgeschichten: der Prozessablauf ist immer gleich

Denn der Pro­zess sel­ber, also vom ers­ten Ge­dan­ken, Ihr Haus zu ver­kau­fen, bis hin zum Geld­ein­gang auf Ih­rem Konto, ist eine kon­krete Ab­folge. Ge­nau wie un­ser Bei­spiel des 5-Gänge-Menüs.

Be­glei­ten Sie mich wei­ter in mei­nem Blog. Nach und nach werde ich Ih­nen alle ein­zel­nen Pha­sen vor­stel­len, für Sie nä­her be­leuch­ten und Ih­nen ge­nau schil­dern, an wel­chen Stel­len Ge­fah­ren für Ihr Ver­mö­gen lau­ern, wel­che Klip­pen Sie, wenn auch öf­ter schwe­ren Her­zens, über­win­den müs­sen.

Hausverkäufer aufgepasst: Es geht immer um Ihr Vermögen. Hier plaudert die Makler-Expertin aus dem Nähkästchen

Ein­gän­gige Bei­spiele oder auch kleine An­ek­do­ten aus mei­ner Mak­ler­pra­xis sor­gen da­für, dass Sie mit Spaß und Span­nung der Mak­ler­ex­per­tin über die Schul­ter schauen und ganz viel für Ih­ren ei­ge­nen pri­va­ten Haus­ver­kauf mit­neh­men dür­fen.

Mit The­men wie „Wert­ermitt­lung“, der „Ver­kaufs­pla­nung“, dem Ent­schluss zum Ver­kauf Ih­res Ob­jek­tes, um nur ei­nige zu nen­nen, wer­den wir uns in­ten­siv be­fas­sen. Aber, al­les der Reihe nach, oder bes­ser, in der rich­ti­gen Rei­hen­folge.

Ganz wie beim Ku­chen­ba­cken. Sie ha­ben al­les pa­rat ge­legt, wer­den durch ei­nen Te­le­fon­an­ruf ab­ge­lenkt, schie­ben da­nach oder wäh­rend­des­sen die Ku­chen­form mit dem Teig in den Ofen.

An­schlie­ßend, der Ku­chen ist fer­tig, ent­de­cken Sie den ab­ge­wo­ge­nen Zu­cker zwi­schen Schüs­seln, Mi­xer und Mehl. Zu­cker ver­ges­sen! Ist Ih­nen das auch schon pas­siert? Und jetzt?

Ok, wir sind uns ei­nig. Die Sa­che mit dem ver­ges­se­nen Zu­cker ist nur ein klei­nes Mal­heur im Ver­gleich zum Ver­schlu­dern wich­ti­ger Ob­jekt­un­ter­la­gen (z. B. des Erb­scheins oder des Erb­bau­rechts­ver­tra­ges).

Ordnung ist der halbe Verkauf – oder der frühe Vogel fängt den Wurm

Was tun, wenn in der Zwi­schen­zeit, also wäh­rend der Kauf­in­ter­es­sent auf die Bei­brin­gung Ih­rer Ob­jekt­un­ter­la­gen war­tet, um da­mit bei sei­ner Haus­bank die Fi­nan­zie­rung ein­lei­ten zu las­sen – und aus­ge­rech­net da wird ihm von der Bank ein ebenso schö­nes Ob­jekt an­ge­bo­ten!!! Hier war dann die Bank der frü­here Vo­gel!

Zu­sam­men­ge­fasst un­ter­mauere ich meine ein­gangs auf­ge­stellte Be­haup­tung: Je­der Haus­ver­kauf er­folgt in glei­cher Weise, oder an­ders aus­ge­drückt, un­ter­liegt ei­nem fes­ten Mus­ter und den im­mer glei­chen Prin­zi­pien – die es zu be­ach­ten gilt. Hier kli­cken für mehr In­for­ma­tio­nen.

Egal, ob es sich um eine Villa in Ham­burg an der Au­ßen­als­ter oder das kleine Rei­hen­mit­tel­haus in der 1-B-Lage von Trier han­delt. Ge­nauso wie bei der Zu­be­rei­tung ei­nes 5-Gänge-Menüs oder ei­nes le­cke­ren Ku­chens.

Sie wer­den se­hen,

las­sen Sie sich über­ra­schen…

Wel­chen Tipp ge­ben Sie je­man­dem, der sein Haus pri­vat ver­kau­fen möchte?

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