Notarkosten Hausverkauf

Beim pri­va­ten und je­dem an­de­ren Haus­ver­kauf, also in dem Mo­ment, wenn eine Im­mo­bi­lie den Ei­gen­tü­mer wech­selt, kommt ein No­tar ins Spiel und das ver­ur­sacht No­tar­kos­ten.

Den pri­va­ten Haus­ver­käu­fer in­ter­es­siert die Frage:

wer be­zahlt diese No­tar­kos­ten, die an­fal­len für

• die no­ta­ri­elle Be­ur­kun­dung bis zur Um­schrei­bung im Grund­buch­amt Notarkosten Hausverkauf
• die Lö­schun­gen im Grund­buch

Kurz und ein­fach ge­sagt: Der Haus­käu­fer hat ca. 1 % des Kauf­prei­ses an No­tar­kos­ten (no­ta­ri­elle Be­ur­kun­dung) und 0,5 % für Kos­ten des Grund­buch­am­tes (Um­schrei­bung) zu zah­len. Der Ver­käu­fer über­nimmt die No­tar­kos­ten für die Lö­schung der Rechte Drit­ter (ein­ge­tra­gene Grund­schul­den, Wohn­rechte). Für Käu­fer und Ver­käu­fer be­steht eine ge­samt­schuld­ne­ri­sche Haf­tung für die Be­glei­chung al­ler No­tar­kos­ten. Die Kos­ten für den Mak­ler ent­fal­len, wenn Sie an­hand der „11 Gol­de­nen Mak­ler­re­geln“ Ihr Haus sel­ber ver­kauft ha­ben.

Der Ei­gen­tü­mer­wech­sel kommt nur durch die Tä­tig­keit ei­nes No­tars zu­stande. Dazu le­sen Sie in § 311b (3) BGB:

Ein Ver­trag, durch den sich der eine Teil ver­pflich­tet, sein ge­gen­wär­ti­ges Ver­mö­gen oder ei­nen Bruch­teil sei­nes ge­gen­wär­ti­gen Ver­mö­gens zu über­tra­gen…, be­darf der no­ta­ri­el­len Be­ur­kun­dung. Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb

„Der Ge­setz­ge­ber will so Käu­fer und Ver­käu­fer schüt­zen. Im­mo­bi­li­en­ge­schäfte sind sehr kom­plex und kön­nen nur vom No­tar für beide Par­teien rechts­si­cher ab­ge­wi­ckelt wer­den. No­tare sind laut Bun­des­no­tar­ord­nung „un­ab­hän­gige Trä­ger ei­nes öf­fent­li­chen Am­tes“. Quelle: www.drklein.de/notarkosten.html

Der Hauskäufer zahlt (fast) immer ca. 1 % des Kaufpreises an Notarkosten (notarielle Beurkundung)?

Im All­ge­mei­nen wird an­ge­nom­men, dass nur der Käu­fer die No­tar­ge­büh­ren für die no­ta­ri­elle Be­ur­kun­dung ent­rich­tet. Er­weist sich der Käu­fer je­doch als zah­lungs­un­fä­hig, trägt die Kos­ten für die an­ge­fal­le­nen Ar­bei­ten des No­tars der Ver­käu­fer, weil, s. o., für Käu­fer und Ver­käu­fer eine ge­samt­schuld­ne­ri­sche Haf­tung be­steht.

Achtung! Zwei Extratipps beim Thema Notarkosten Hausverkauf:

• Grund­sätz­lich die Zah­lungs­fä­hig­keit des Käu­fers vor dem Gang zum No­tar ab­si­chern

• Wer die Mu­sik be­stellt, be­zahlt. D. h. der Käu­fer soll den No­tar be­auf­tra­gen

Hin und wie­der pas­siert es, dass ein Haus­ver­kauf nicht glatt über die Bühne geht. Wenn der Haus­ver­käu­fer es aus Un­wis­sen­heit ver­säumt, sich vom Käu­fer eine Bank­be­stä­ti­gung über des­sen Zah­lungs­fä­hig­keit vor­le­gen zu las­sen – und zwar in ei­nem an­ge­mes­se­nen Rah­men vor der no­ta­ri­el­len Be­ur­kun­dung – dann steht ihm u. U. eine böse Über­ra­schung ins Haus. Da­mit Ih­nen das nicht pas­siert, le­sen Sie die „11 Gol­de­nen Mak­ler­re­geln“.

Näm­lich dann, wenn der Käu­fer zah­lungs­un­fä­hig ist. (Siehe auch „Hätte Ihr No­tar Sie vor der Zah­lungs­un­fä­hig­keit Ih­res Käu­fers schüt­zen müs­sen?„) Weil der No­tar mit dem Ver­le­sen und Be­sie­geln des Kauf­ver­tra­ges „sei­nen Job ge­macht hat“, fal­len da­für die Ge­büh­ren an. Zeigt sich nun, dass tat­säch­lich beim Käu­fer kein Geld zu ho­len ist, wird sich der No­tar beim Ver­käu­fer schad­los hal­ten. Das be­deu­tet, dass in die­sem Falle der Ver­käu­fer die No­tar­kos­ten für die no­ta­ri­elle Be­ur­kun­dung zu über­neh­men hat.

Je schnel­ler Sie beim No­tar im Falle der Zah­lungs­un­fä­hig­keit ab­sa­gen, um so ge­rin­gere Kos­ten wer­den an­fal­len.

Zu ent­rich­ten sind die No­tar­kos­ten ge­mäß „Ge­setz über die Kos­ten in An­ge­le­gen­hei­ten der frei­wil­li­gen Ge­richts­bar­keit“ (Kos­ten­ord­nung, KostO) zu­züg­lich Mehr­wert­steuer. Bei der Kos­ten­be­stim­mung lässt die Kos­ten­ord­nung kei­ner­lei Ver­hand­lungs­spiel­räume zu. Ab­wei­chende Kos­ten­ver­ein­ba­run­gen sind ge­mäß § 140 KostO un­wirk­sam.

Dass fast immer der Käufer die Notarkosten beim Hausverkauf zahlt, hat seinen Grund

Würde der Ver­käu­fer die No­tar­kos­ten be­zah­len müs­sen, würde er diese auf den Kauf­preis drauf­rech­nen, was für den Käu­fer die Er­hö­hung der Grund­er­werb­steuer nach sich zie­hen würde. Quelle: www.notarkosten.org

Die No­tar­kos­ten set­zen sich aus Aus­la­gen und Ge­büh­ren zu­sam­men. Ge­büh­ren wer­den nach Ab­schluss des Rechts­ge­schäf­tes fäl­lig, wäh­rend Aus­la­gen so­fort nach Aus­la­gen­ent­ste­hung zu be­glei­chen sind (§ 7 KostO).

Zu den Aus­la­gen zäh­len z. B. Telefon- und Fax­ge­büh­ren, Porto- und Ko­pier­ge­büh­ren.

Wenn der Kauf­ver­trag beim No­tar von den Ver­trags­par­teien und dem No­tar un­ter­schrie­ben ist, wird die Ur­kunde wie folgt ver­teilt:

  • eine Aus­fer­ti­gung für das Grund­buch­amt
  • be­glau­bigte Ab­schrif­ten für die Ver­trags­par­teien
  • je­weils ein­fa­che Ab­schrif­ten an das Fi­nanz­amt
  • dem Gut­ach­ter­aus­schuss beim Ka­tas­ter­amt
  • dem Grund­stück­ei­gen­tü­mer (bei Erb­pacht)
  • dem Vor­kaufs­be­rech­tig­ten
  • und den je­wei­li­gen Ban­ken aus Ab­tei­lung III

Wenn Sie ir­gendwo in Ih­rem pri­va­ten Haus­ver­kauf fest­ste­cken, nicht wei­ter­kom­men, ru­fen Sie uns an, nut­zen Sie un­sere 15-minütige Gratis-Telefonberatung. Auch die „11 Gol­de­nen Mak­ler­re­geln“ hel­fen Ih­nen wei­ter.

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