Privater Hausverkauf wie ein Profi – die 11 Goldenen Maklerregeln – Teil 9/11 Beurkundung – machen’s möglich

Mak­ler­re­gel Nr. 9 – Be­ur­kun­dung

Ent­de­cken Sie den ein­zi­gen Zweck der no­ta­ri­el­len Be­ur­kun­dung!

Hal­ten Sie mal Ihre Nase in die Luft, schnup­pern Sie mal – ja­wohl, es riecht nach Er­folg!

Und dem na­hen­den Ziel –

und da­nach, dass Sie sich recht bald ver­dient auf die Schul­ter klop­fen dür­fen, weil Sie sich wahr­haf­tig wie ein Profi-Makler ge­schla­gen und den Ver­kauf Ih­res Hau­ses ohne Mak­ler „ge­stemmt“ ha­ben.

Ja, es geht mit Rie­sen­schrit­ten dem Fi­nale ent­ge­gen – und mit die­ser Stufe in die no­ta­ri­elle Be­ur­kun­dung.

Viel­leicht sind Sie ja ein biss­chen auf­ge­regt an­ge­sichts die­ses nun an­ste­hen­den Schrit­tes „der End­gül­tig­keit“?

Ver­ständ­lich.

Viel­leicht sind Sie aber auch völ­lig cool und fra­gen sich, was daran bitte so auf­re­gend sein soll – schließ­lich han­delt es sich ja „nur“ darum, zum No­tar zu ge­hen, eine Un­ter­schrift zu leis­ten, um da­mit sein Haus ver­kauft zu ha­ben und nur noch auf den Geld­ein­gang war­ten zu müs­sen?

Aber Mo­ment mal! Es geht schon um mehr als nur um die Un­ter­schrif­ten zweier Par­teien!

Und au­ßer­dem ist das al­les nicht so ein­fach – auch in die­sem Mo­ment kann noch ei­ni­ges schief ge­hen!

Aus die­sem Grunde möchte ich an die­ser Stelle zu­nächst ein­mal zu­sam­men­fas­sen, was bei der no­ta­ri­el­len Be­ur­kun­dung pas­siert:

So stellt der be­ur­kun­dende No­tar zu­al­ler­erst an­hand der Per­so­nal­aus­weise fest, ob Käu­fer und Ver­käu­fer an­we­send sind.

Da­nach ver­liest er den Kauf­ver­trag und ant­wor­tet auf mög­li­che Fra­gen der an­we­sen­den Per­so­nen, denn er ist dazu ver­pflich­tet, um­fas­send Aus­kunft zu ge­ben, even­tu­elle Än­de­rungs­wün­sche zu er­ör­tern und ge­ge­be­nen­falls mit auf­zu­neh­men.

Im An­schluss daran er­folgt die Auf­las­sungs­vor­mer­kung, mit wel­cher die Ei­gen­tums­über­tra­gung der Im­mo­bi­lie bis zum voll­stän­di­gen Ein­trag ins Grund­buch für den Im­mo­bi­li­en­käu­fer ge­schützt ist.

Au­ßer­dem er­klärt der No­tar ge­gen­über dem Grund­buch­amt, dass Ver­käu­fer und Käu­fer sich auf den Verkauf/Kauf des Grund­stücks in­klu­sive Ob­jekt ge­ei­nigt ha­ben.

Mit der end­gül­ti­gen Ein­tra­gung im Grund­buch (Auf­las­sung) schließ­lich wird der Käu­fer neuer Ei­gen­tü­mer – vor­aus­ge­setzt, die Zah­lung von Grund­er­werbs­steuer und Kauf­preis er­fol­gen frist­ge­recht.

Das heißt, bei die­ser „Ze­re­mo­nie“ ge­schieht so al­ler­hand – und es gibt auch in die­sem Zu­sam­men­hang ein paar Dinge zu be­ach­ten, da­mit al­les rei­bungs­los läuft:

Ver­ges­sen Sie bitte nicht, Ih­ren Per­so­nal­aus­weis, Ihre Steuer-ID und Ihre Kon­to­ver­bin­dung mit­zu­brin­gen.

Und seien Sie pünkt­lich – was hier be­deu­tet, dass Sie bitte bloß nicht zu früh kom­men! Fünf Mi­nu­ten vor der Zeit ge­nü­gen, da­mit man Ihre Per­so­na­lien auf­neh­men kann – also bitte nicht frü­her er­schei­nen!

Nun fra­gen Sie sich si­cher­lich, warum? Schließ­lich könn­ten Sie doch noch ein paar Mi­nu­ten mit Ih­ren über­aus net­ten Käu­fern plau­dern…!

Und ge­nau darum geht es – das sol­len Sie näm­lich nicht! Im­mer­hin ist Ihr Ob­jekt zu die­sem Zeit­punkt noch nicht ver­kauft.

Ergo ist die Si­tua­tion heikel…und es wäre nicht das erste Mal, dass ein Ver­käu­fer so knapp vor dem Ziel aus pu­rer Nai­vi­tät seine bis­he­ri­gen Gren­zen fal­len lässt, äu­ßerst ent­ge­gen­kom­mend auf et­waige Fra­gen ant­wor­tet, die dem Käu­fer ge­rade jetzt noch in den Sinn kom­men – und sich da­bei „um Kopf und Kra­gen re­det“!

Be­den­ken Sie bitte, dass Sie nicht in den Kopf je­nes Käu­fers schauen kön­nen und Ihr Blick nur bis zu sei­ner Stirn reicht!

Wo­her wis­sen Sie, ob er nicht plant, in letz­ter Mi­nute viel­leicht doch noch 10.000 € oder mehr in ei­ner Art Über­rum­pe­lungs­tak­tik her­un­ter­zu­han­deln – quasi als Aus­gleich für ir­gend­ei­nen „Schaden/Mangel“ an Ih­rem Haus!

Au­ßer­dem ist ihm be­wusst, dass er in den nächs­ten Mi­nu­ten ei­nen Ver­trag un­ter­schrei­ben wird, aus dem er nicht mehr her­aus­kommt.

 Ha­ben Sie jetzt den ein­zi­gen Zweck der no­ta­ri­el­len Be­ur­kun­dung ent­deckt?!

Um es mit ganz ein­fa­chen Wor­ten zu sa­gen: Der Kauf ei­ner Im­mo­bi­lie ist nicht mit dem

Kauf ei­ner x-beliebigen an­de­ren Sa­che

zu ver­glei­chen wie z. B. dem Kauf von ein paar Schu­hen bei ZALANDO, wo Sie ein­fach al­les wie­der zu­rück­ge­ben kön­nen.

Da­her ist es aus sei­ner Sicht wohl ganz na­tür­lich, dass ihm nicht ganz so per­fekte Dinge wie die alte Hei­zungs­an­lage oder die Strom­an­schlüsse Ih­res Hau­ses durch den Kopf ge­hen und Ängste ver­ur­sa­chen.

Dann will er sich mög­li­cher­weise durch ge­schick­tes Nach­fra­gen bei Ih­nen letzte Si­cher­heit ho­len, dass er mit dem Kauf Ih­res Hau­ses auch wirk­lich kei­nen Feh­ler macht.

Also den­ken Sie un­be­dingt daran: Wer 10 Mi­nu­ten zu früh er­scheint, ist auch un­pünkt­lich! Mehr dazu in un­se­rem E-Book Die „11 Gol­de­nen Mak­ler­re­geln„.

Timen Sie Ihr Kom­men ganz ge­nau, freuen sich dann über den stö­rungs­freien Ab­lauf der no­ta­ri­el­len Be­ur­kun­dung – und dar­über, dass Sie nun nur noch zwei Stu­fen über­win­den müs­sen, bis al­les, wirk­lich al­les un­ter Dach und Fach ist!

Fa­zit zur Stufe 9 und der 9. Gol­de­nen Mak­ler­re­gel:

Jetzt ken­nen Sie den ein­zi­gen Zweck der no­ta­ri­el­len Be­ur­kun­dung!

  • Sie ist et­was End­gül­ti­ges
  • Käu­fer und Ver­käu­fer müs­sen bei der Ver­le­sung an­we­send sein
  • es er­folgt die Auf­las­sungs­vor­mer­kung
  • Mit der Ein­tra­gung im Grund­buch (Auf­las­sung) wird der Käu­fer neuer Ei­gen­tü­mer, wenn die Zah­lung der Grund­er­werbs­steuer und des Kauf­prei­ses frist­ge­recht er­folg­ten
  • 10 Mi­nu­ten zu früh ist auch un­pünkt­lich. Ergo: Pünkt­lich­keit schützt Sie vor evtl. Über­rum­pe­lungs­tak­tik

Nach die­ser 9. Stufe er­fol­gen noch zwei wei­tere Stu­fen. Da­mit sind die 11 Gol­de­nen Mak­ler­re­geln kom­plett. Ha­ben Sie Tipps oder An­re­gun­gen, die den Le­sern hel­fen wür­den, ihr Haus er­folg­rei­cher pri­vat zu ver­kau­fen?

 

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