Scheidung Hausverkauf

Das Le­ben kann viel­fäl­tig und bunt sein –

in den schö­nen Zei­ten. Zum Bei­spiel, wenn man sich ver­liebt, hei­ra­tet, Kin­der be­kommt, ein Haus baut…

Das Le­ben kann aber auch trist, grau, an­stren­gend und be­droh­lich wir­ken –

wenn uns das Le­ben die an­de­ren – un­an­ge­neh­men – The­men prä­sen­tiert. Dazu ge­hö­ren Ver­luste. Ar­beits­platz­ver­lust, Ver­lust des An­se­hens in der Ge­sell­schaft, der Ver­lust ei­nes ge­lieb­ten Men­schen, der Ver­lust des Ehe­part­ners durch Tod oder Schei­dung, der un­wei­ger­lich den Haus­ver­kauf zur Folge hat.

Die­ser Ar­ti­kel be­han­delt die Pro­ble­ma­tik des (fi­nan­zi­el­len) Ver­lus­tes, be­zo­gen auf eine Schei­dung, die ei­nen Haus­ver­kauf nach sich zieht. Es sol­len die Mög­lich­kei­ten be­leuch­tet wer­den, ob es zu schaf­fen ist, we­nigs­tens die fi­nan­zi­el­len Ver­luste klein zu hal­ten, zu­mal die Ver­luste, die von emo­tio­na­ler Na­tur sind, mit kei­nem Geld der Welt aus­ge­gli­chen wer­den kön­nen.

In der WELT AM SONNTAG, Nr. 5, 31. Ja­nuar 2016, schrei­ben die Jour­na­lis­ten Ri­chard Hai­mann, Mi­chael Fa­bri­cius und Anne Kunz zu die­sem Thema in ih­rem Ar­ti­kel „Der fa­tale Traum vom Ei­gen­heim – Haus und vor­bei“, wie schnell es pas­sie­ren kann, dass sich ein jun­ges Paar fi­nan­zi­ell über­nimmt: „Ste­fa­nie und Pa­trick Krä­mer (Name ge­än­dert) wis­sen das jetzt. Bes­ser als ih­nen lieb ist.

Scheidung Hausverkauf und wie es dazu kam

Sie wa­ren jung, hat­ten zwei kleine Kin­der, woll­ten raus aus Köln, fan­den ein Grund­stück, das ih­nen ge­fiel, bau­ten. Doch dann wollte sie eine of­fene Kü­che, er eine ge­schlos­sene. Sie be­stand auf bo­den­tie­fen Fens­tern, er auf dem Stan­dard, Ferns­tern hüft­hoch. Sie fand Ta­pe­ten doof, für ihn war ein Zim­mer ohne Ta­pete kein rich­ti­ges Zim­mer.

Scheidung Hausverkauf

Wenn man sich ihre Ge­schichte an­hört, fragt man sich, wie sie es ge­schafft ha­ben, jah­re­lang in ei­ner ge­mein­sa­men Woh­nung zu woh­nen. Sie hat­ten ihre Um­zugs­kis­ten kaum aus­ge­packt, da zog Ste­fa­nie mit den bei­den Kin­dern wie­der aus.

Die Schei­dung läuft. Seit Mo­na­ten ver­su­chen sie ver­geb­lich, das Haus zu ver­kau­fen. Sie müs­sen sich wohl lang­sam mit dem Ge­dan­ken ab­fin­den, dass sie viel Geld ver­lie­ren. Mit den „11 Gol­de­nen Mak­ler­re­geln“ als Leit­fa­den kann Schlim­me­res ver­hin­dert wer­den.

Tendenz steigend – Hausverkauf bei Scheidung

In­zwi­schen ist ihr Schick­sal ein sehr deut­sches. Im ver­gan­ge­nen Jahr wur­den zwi­schen Flens­burg und Mün­chen 3.400 Häu­ser zwangs­ver­stei­gert, weil Be­zie­hun­gen schei­ter­ten und Part­ner sich nicht ei­ni­gen konn­ten, ob und wie sie ver­kau­fen soll­ten. Ten­denz stei­gend. Das be­deu­tet fast im­mer, dass zwei Men­schen Zig­tau­sende Euro ver­lie­ren.

Eine Ver­stei­ge­rung bringt fast nie das Geld ein, das sich aus ei­nem nor­ma­len Ver­kauf er­gibt. Wer ver­kau­fen muss, be­kommt sel­ten das, was das Haus ei­gent­lich wert ist. Das Geld für den Mak­ler und die an­de­ren Ne­ben­kos­ten ist so­wieso futsch.

Kein Einzelschicksal

Mar­tin Mül­ler (Name ge­än­dert) glaubt, er und seine Frau hät­ten sich fried­lich tren­nen kön­nen, wenn es das Haus nicht ge­ge­ben hätte. Doch er wollte es ver­kau­fen. Sie wollte es be­hal­ten und wei­ter darin le­ben. Sie wollte au­ßer­dem, dass er das Dar­le­hen al­lein be­zahlt, wie bis­her.

Er ver­diene schließ­lich viel mehr als sie. Er nahm sich ei­nen An­walt, das Haus wird nun ver­stei­gert. Von dem Geld, das das ein­bringt, soll sie den Be­trag be­kom­men, den das Grund­stück heute wert ist. Ihr Va­ter hatte es schließ­lich ge­kauft. Von dem, was üb­rig bleibt, soll sie zwei Drit­tel und er ein Drit­tel krie­gen.

Mül­ler sagt, für ihn sei das okay. Er will bloß nicht wei­ter für das Haus zah­len. Sie ist wie­der zu den El­tern ge­zo­gen.“

Nütz­li­che Tipps er­hal­ten Sie hier.

Ver­bit­terte, ver­letzte Men­schen nei­gen zu Kurz­schluss­hand­lun­gen. Be­son­ders, wenn eine Schei­dung ei­nen Haus­ver­kauf nach sich zieht. Wer­den Fron­ten auf- und die Kom­pro­miss­be­reit­schaft ab­ge­baut, freut das die Rechts­an­wälte. Wol­len Sie das?

Jeder kleine Schritt kann helfen

Je­der kleine Schritt in Rich­tung Ei­ni­gung – viel­leicht mit­hilfe ei­nes Me­dia­tors – hilft, das Geld zu­sam­men­zu­hal­ten. Ein Haus­ver­kauf durch Schei­dung, so die Sta­tis­tik, pro­du­ziert eher Ver­luste als ein Haus­ver­kauf durch Job- und Orts­wech­sel oder Erb­schaf­ten. Warum ist das so? Weil die Ver­käu­fer häu­fig kopf­los han­deln. Das wie­derum wird gerne von Mak­lern und/oder Ban­kern aus­ge­nutzt.

Bleiben Sie besonnen

Wer be­son­nen und mit küh­lem Kopf, egal wie hit­zig die emo­tio­na­len Be­rei­che aus­ge­foch­ten wer­den, an den Haus­ver­kauf her­an­geht, kann Euro um Euro ret­ten. In den „11 Gol­de­nen Mak­ler­re­geln“ wird die­sem Thema fast ein kom­plet­tes Ka­pi­tel ge­wid­met.

Scheidung Hausverkauf

Ge­rade, wenn Ban­ker oder Rechts­an­wälte ei­nem Ehe­paar, das sich schei­den las­sen will, im Na­cken sit­zen soll­ten, eig­nen sich die „11 Gol­de­nen Mak­ler­re­geln“ be­son­ders, um so­viel Ver­mö­gen Ih­res Ei­gen­hei­mes wie mög­lich für die Aus­ein­an­der­set­zungs­re­ge­lung zu ret­ten. Men­schen, die in schwie­rigs­ten Le­bens­pha­sen sind, sind an­greif­bar – von oben be­sag­ten Ban­kern, Ge­richts­voll­zie­hern und auch Mak­lern. Wurde vor Be­ginn der Ehe ein Ehe­ver­trag ge­schlos­sen, hält sich der fi­nan­zi­elle Scha­den bei ei­ner Schei­dung im bes­ser kal­ku­lier­ba­ren Rah­men.

So viel­fäl­tig wie der Cha­rak­ter ei­ner Schei­dung – mit der Kon­se­quenz, das Haus zu ver­kau­fen – auch im­mer aus­fal­len mag, wer es ver­steht, bei die­sem schwie­ri­gen Thema den „Ball flach zu hal­ten“, wird letzt­end­lich we­ni­ger fi­nan­zi­elle Ein­bu­ßen er­lei­den. Die „11 Gol­de­nen Mak­ler­re­geln“ sind da ge­nau an Ih­rer Seite.

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