Ein Unglück kommt selten allein…

Er­schre­ckende Stu­dien be­le­gen: Hin­ter so man­chen schö­nen Eigenheim-Fassaden ist der blanke Hor­ror oder das Un­glück zu Hause – aus­ge­löst durch fi­nan­zi­elle Not und Über­schul­dung.

Mit dem heu­ti­gen Blog­ar­ti­kel richte ich mei­nen Fo­kus auf die trau­ri­gen Haus­ver­kaufs­ge­schich­ten. Sie er­fah­ren, wie es Men­schen geht, die nicht (mehr) auf der Son­nen­seite des Le­bens ste­hen. Ja, da­von gibt es mehr als wir land­läu­fig den­ken.

Des­halb be­fasst sich der nach­fol­gende Text mit den we­nig er­freu­li­chen Haus­ver­kaufs­er­leb­nis­sen, weil auch sie zu mei­nem Mak­ler­le­ben da­zu­ge­hö­ren.

Es mag sein, dass sich der eine oder an­dere Le­ser ganz be­son­ders an­ge­spro­chen fühlt. Wenn das so ist, blei­ben Sie am Ball, le­sen Sie bis zum Ende. Denn dann wer­den Sie fest­stel­len, dass der Ver­lust ei­nes Ei­gen­heims nicht im­mer in ei­ner Tra­gö­die mün­den muss.

Manch­mal kann der Mist von ges­tern der Dün­ger für mor­gen sein.

Es gibt Men­schen, die es schaf­fen, aus solch ei­ner Le­bens­krise ge­stärkt her­vor­zu­ge­hen. Diese er­mu­ti­gende Bot­schaft möchte ich Ih­nen mit die­sem Blog­text gerne ans Herz le­gen.

Fan­gen wir an…

Grausam, schrecklich, Katastrophe

– und das häu­fi­ger, als wir den­ken! Le­sen Sie und ent­schei­den Sie sel­ber, ob Sie in diese Gruppe der pri­va­ten Haus­ver­käu­fer ge­hö­ren.

Weil Ih­nen die Bank (warum auch im­mer) im Na­cken sitzt, sind Sie ge­zwun­gen, Ihr Haus so­fort zu ver­kau­fen – auch mit dem Ri­siko ei­nes ho­hen Ver­lus­tes.

Keep cool. At­men Sie erst ein­mal tief durch. Es geht hier nicht um Ihr Le­ben. Es geht „nur“ um Ihr Haus. Be­wah­ren Sie ei­nen küh­len Kopf. Un­ter­schrei­ben Sie nicht vor­schnell ir­gend­wel­che Mak­ler­ver­träge, auch nicht bei Ban­ken, die Ih­nen „hel­fend“ un­ter die Arme grei­fen wol­len.

Ma­chen Sie sich stets be­wusst: Diese Leute wol­len nur das EINE! Ihr Geld!

Ja, es gibt sie, die Wölfe im Schafs­pelz. Und diese Wölfe schei­nen ge­ra­dezu zu wit­tern, wenn ver­zwei­felte Men­schen kopf­los wer­den. Die­sen hef­ten sie sich an die Fer­sen. Und je ge­rin­ger die fi­nan­zi­elle als auch nerv­li­che Wi­der­stands­kraft, umso mäch­ti­ger wach­sen diese Wölfe zum Mons­ter heran.

Wir ha­ben Kun­den in be­son­ders schlim­men Si­tua­tio­nen er­lebt. Die Ver­zweif­lung war groß, die Auf­re­gung und Pa­nik ebenso.

Auf diese Weise un­ter­schrie­ben sie nicht nur ei­nen, son­dern gleich drei Mak­ler­ver­träge. Ja wirk­lich. Und alle drei Mak­ler wuss­ten von­ein­an­der. Viel hilft nicht im­mer viel! Durch­ein­an­der über Durch­ein­an­der.

Kaufvertrag für ein Haus Unglück

Wür­den Sie auch sa­gen:

Diese Hausverkäufer haben wahrlich ihren Kopf verloren!

Ge­hö­ren Sie viel­leicht auch zu den Men­schen, die abends nicht mehr ab­schal­ten und nachts nicht mehr ein­schla­fen kön­nen? Im­mer und im­mer dre­hen sich Ihre Ge­dan­ken nur um das EINE: Um Ihr Haus!

Und um das Geld, das Sie nicht mehr be­sit­zen.

Ha­ben Sie viel­leicht un­ver­schul­det Ih­ren ge­lieb­ten Job ver­lo­ren?

Ist da­durch Ihre Ehe ins Wan­ken ge­ra­ten?

Wis­sen Sie ein­fach nicht mehr, wo­von Sie die Leasing-Raten fürs Auto, die Klas­sen­fahr­ten für die Kin­der be­zah­len sol­len?

Und als wäre das nicht al­les schon schreck­lich ge­nug, er­fah­ren Sie bei der nächs­ten ärzt­li­chen Un­ter­su­chung, dass Ihr Arzt mit den Be­fun­den nicht zu­frie­den ist!

Ge­win­nen jetzt mehr und mehr die Ge­fühle von Ver­zweif­lung und End­zeit­stim­mung die Ober­hand?

Las­sen Sie es nicht so weit kom­men! Ma­chen Sie sich klar, Sie sind nicht die Ein­zi­gen, de­nen das Schick­sal übel mit­spielt. Ver­mei­den Sie Selbst­vor­würfe. Be­hal­ten Sie ei­nen kla­ren Kopf.

Ziehen Sie Bilanz!

Sa­gen Sie sich im­mer wie­der: Es ist keine Schande, hin­zu­fal­len. Es ist eine Schande, lie­gen­zu­blei­ben.

Wol­len Sie das?

Wol­len Sie zu den Ver­lie­rern ge­hö­ren? Auch wenn Ih­nen Ihre Si­tua­tion aus­weg­los er­scheint?

Neh­men Sie jetzt alle Kraft zu­sam­men, tun Sie es für Ihre Kin­der.

Und wenn es (im Mo­ment) nur dazu dient, Ih­ren Kin­dern zu be­wei­sen, dass ihre wil­lens­star­ken El­tern in eine schlimme Sa­che ge­rutscht sind, aber im­stande sind, aus ei­ge­ner Kraft da wie­der her­aus­zu­kom­men.

Heute kön­nen Sie noch gar nicht er­mes­sen, wie sehr Sie Ih­ren Kin­dern für ihre Zu­kunft ein Vor­bild sind, falls diese ein­mal in Schwie­rig­kei­ten ge­ra­ten. Sie wer­den sich spä­ter daran er­in­nern – ga­ran­tiert! Und wer­den stolz auf ihre El­tern sein.

Ihre Kin­der sol­len auch ler­nen, dass ihre El­tern im­stande sind, sich pro­fes­sio­nelle Hilfe zu ho­len.

Ver­ges­sen Sie nicht, wir le­ben in Deutsch­land. Un­sere so­zia­len Si­che­rungs­sys­teme, un­sere Hilfs­ein­rich­tun­gen ste­hen in Not ge­ra­te­nen Men­schen so gut wie im­mer kos­ten­los zur Ver­fü­gung.

Ma­chen Sie sich klar, Sie ste­hen nicht al­leine da. Ma­chen Sie Ter­mine zur Ehe­be­ra­tung, bei der Hausverkauf UnglückSchuld­ner­be­ra­tung, in der Schule Ih­rer Kin­der und – und – und. Sie wer­den da­mit so be­schäf­tigt sein, dass Sie ganz ver­ges­sen, dass Sie ges­tern noch re­si­gnie­ren woll­ten!

Neh­men Sie jetzt Ihr Schick­sal sel­ber in die Hand und tref­fen Sie die wich­tigste Ent­schei­dung, die Sie in die­ser Si­tua­tion nur tref­fen kön­nen:

Sie kom­men da wie­der raus!

Las­sen Sie Ruhe ein­keh­ren, hal­ten Sie Ihre Fa­mi­lie zu­sam­men, ver­mei­den Sie Strei­te­reien und ge­ben Sie Ih­rer Fa­mi­lie das, was man für kein Geld der Welt kau­fen könnte:

Wärme, Halt und Zu­ver­sicht.

Ma­chen Sie doch mal ge­rade jetzt et­was ganz Au­ßer­ge­wöhn­li­ches, auch, um auf an­dere Ge­dan­ken zu kom­men:

Er­stel­len Sie eine Liste al­ler orts­an­säs­si­gen Mak­ler. Da­nach neh­men Sie Ih­ren Ka­len­der zur Hand und tra­gen sich für je­den Tag zwei Mak­ler­be­su­che ein.

Ru­fen Sie nicht vor­her an, son­dern ge­hen Sie di­rekt zu je­dem ein­zel­nen der Reihe nach hin. Ar­bei­ten Sie stur Ihre Liste ab. Wenn Sie Glück ha­ben, hat der eine oder an­dere Mak­ler ge­rade in die­sem Mo­ment Zeit für Sie. Wenn nicht, ver­ein­ba­ren Sie ei­nen Ter­min.

Wenn Sie dann mit dem Fach­mann zu­sam­men­sit­zen, be­rich­ten Sie ohne Um­schweife, worum es geht. Im Ge­spräch ver­schaf­fen Sie sich ei­nen Ein­druck über die Ar­beits­weise die­ser Fach­leute.

Un­ter­schrei­ben Sie kei­nen Ver­trag, ver­las­sen Sie das Büro mit den Wor­ten, dass Sie dar­über nach­den­ken und sich wie­der mel­den wer­den.

Wenn Sie alle In­for­ma­tio­nen und Ein­drü­cke ge­sam­melt ha­ben, ge­ben Sie münd­lich dem ei­nen Mak­ler, bei dem Sie sich am bes­ten auf­ge­ho­ben fühl­ten, die Er­laub­nis, dass er Ihr Haus mit an­bie­ten darf.

Ver­si­chern Sie sich, dass für Sie keine Kos­ten ent­ste­hen und ver­si­chern Sie dem Mak­ler, dass Sie kei­nen wei­te­ren Mak­ler hin­zu­zie­hen wer­den.

Die Pro­vi­sion soll er sich vom Käu­fer ho­len. Noch­mals der Hin­weis: Nichts un­ter­schrei­ben! In der jet­zi­gen Si­tua­tion kön­nen Sie keine Ver­pflich­tun­gen ein­ge­hen, die ir­gend­wie mit Geld zu­sam­men­hän­gen.

Und ab jetzt ver­trauen Sie ein­fach dem Fach­mann. Er wird das Ding schon schau­keln…

In ein paar Jah­ren, wenn Gras über die Sa­che ge­wach­sen ist, wer­den Sie fest­stel­len, dass un­merk­lich et­was an­de­res auch ge­wach­sen ist:

Die Stärke der Bindung innerhalb Ihrer Familie.

Das meinte ich, wenn ich ein­gangs da­von schrieb, dass der Mist von ges­tern der Dün­ger von mor­gen sein kann. 

  • Viel­leicht wa­ren Sie beim Er­werb Ih­res Hau­ses zu wa­ge­mu­tig
  • das Haus war eine Num­mer zu groß
  • Sie sind ar­beits­los ge­wor­den oder
  • ein an­de­res Schick­sal suchte Sie heim

Re­si­gnie­ren Sie nicht. Schauen Sie nach vorn und glau­ben Sie an sich.

Wenn Sie das schaf­fen, wird das Blatt sich wie­der wen­den… und schö­nere Tage wer­den in Ihr Le­ben kom­men…

Trend Immobilienmarkt - Unglück

Fa­zit

Ich hoffe, Sie konn­ten gute Tipps und An­re­gun­gen mit­neh­men – viel­leicht so­gar ei­nen an­de­ren Blick­win­kel be­kom­men.

Denn Haus­ver­kauf ist nicht im­mer gleich Haus­ver­kauf. Durch das Ein­be­zie­hen auch der un­er­freu­li­chen Er­leb­nisse wer­den meine Blog­texte erst „rund“. Das Le­ben ist nicht im­mer nur ein „Wald­spa­zier­gang“.

Mein nächs­ter Blog­text ist schon in Ar­beit… Sind Sie wie­der mit da­bei?

Nach und nach er­klim­men wir ge­mein­sam die wei­te­ren Stu­fen zum per­fek­ten Haus­ver­kauf. Hier kli­cken für die ge­sam­ten 11 Stu­fen.

Was den­ken Sie über die Zei­len? Wel­che Tipps ha­ben Sie für je­man­den, der sich in den oben ge­schil­der­ten Le­bens­la­gen be­fin­det?

 

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